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ProSpezieRara Gütesiegel

Seit 2006 erhält der Verein  FILZSZENE GRAUBÜNDEN  das Gütesiegel der ProSpezieRara, welches jährlich erneuert wird. Das Gütesiegel steht für seriöse Erhaltungszucht und hat zum Zweck, dass nur dort die Bezeichnung  PSR verwendet werden darf, wo auch organisierte Züchter mit reinrassigen Tieren dahinterstehen.

pro specie rara

pro specie rara

Da ein Ziel des Vereins FILZSZENE GRAUBÜNDEN die Erhaltung und Wertschätzung dieser ursprünglichen Schafrassen  ist, werden u.a. unsere Sitz- und Füttlafilze aus PSR-Wolle hergestellt.
Die Ausstellung „urig – naturig“ in Grüsch im Jahre 2005 stand ganz unter dem Zeichen der Verarbeitung dieser Wolle.

Information zu den Schafrassen

Spiegelschaf

Spiegelschaf

Spiegelschaf

Das Spiegelschaf stammt aus dem Prättigau, der Bündner Herrschaft und den angrenzenden Gebieten.

Das mittelgrosse, robuste Fleischschaf steht hoch auf den Beinen und besitzt eine eher grobe Wolle.
Seinen Namen hat es von seiner hellen, glatten Stirn – dem «Spiegel». Bauch und Beine sind ebenfalls unbewollt. Sowohl die männlichen wie auch die weiblichen Tiere sind hornlos. Die Lämmer sind am ganzen Körper auffallend dunkel gefleckt und ziehen mit ihrer attraktiven Zeichnung an Körper und Kopf jeden Betrachter in ihren Bann.
Charakteristisch für das Spiegelschaf ist die dunkle Zeichnung um das Maul und um die Augen – die sogenannte «Brille» – sowie die dunkel gefärbten Ohrspitzen, die mit zunehmendem Alter verblassen. Die Auen lammen ein- bis zweimal pro Jahr und bringen nicht selten Zwillinge zur Welt.

Engadiner Schaf

Engadiner Schaf

Engadiner Schaf

Das Engadinerschaf entstand im damals schwer zugänglichen Engadin aus dem Bergamaskerschaf und dem Steinschaf der Ostalpen. Engadinerschafe wurden früher nur wenig auf Leistung als viel mehr auf Robustheit und Berggängigkeit selektioniert. Heute erfreuen sich seine Halter an der ursprünglichen Widerstandskraft und hohen Vitalität.
Legendär ist die enorme Fruchtbarkeit, die die geringere Mastfähigkeit ausgleicht. Das feine, magere Fleisch der Lämmer findet immer mehr Anhänger. Auffällige Merkmale sind die Hängeohren und die Ramsnase.
Wegen ihrer rotbraunen Wollkutte werden die Tiere im Engadin auch Paterschafe, auf romanisch „besch da pader”, genannt. Ihre Genügsamkeit und die gute Eignung für die extensive Schafhaltung lassen hoffen, dass sich die bedrängten Bestände wieder erholen.

Skudde

Skudde

Skudde

Die Skudde ist ein kleines, kurzschwänziges Heidelandschaf, das ursprünglich in Ostpreussen und in den baltischen Staaten beheimatet war, wo es heute nicht mehr anzutreffen ist. Die zierlichen, robusten und eher scheuen Tiere eignen sich dank ihrer Anspruchslosigkeit gut zur Beweidung von Magerstandorten.
Nie nach Leistungen selektioniert, sind sie im Ertrag bescheiden, dafür robust und vital wie vor 1000 Jahren. Unanfällige Klauen und leichte Geburten zeichnen die Rasse aus. Die rassetypische Mischwolle ist für die Verarbeitung zu Woll- und Filzprodukten bestens geeignet.
Es gibt weisse, schwarze und braune Skudden. Die Widder tragen ein imposantes Schneckengehörn. Die Auen sind hornlos oder tragen Hornstummel. Der Verband Schweizer Skuddenzüchter setzt sich für die attraktiven Skudden ein und gibt ihnen wieder eine Chance.

Walliser Landschaf

Walliser Landschaf

Walliser Landschaf

Das Walliser Landschaf stammt aus dem Ober- und Mittelwallis, wo es einst fast ebenso stark verbreitet war wie die Schwarznasenschafe. Es gab ursprünglich zwei Farbschläge: den rotbraunen und den schwarzen.
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts stand die Rasse kurz vor dem Aussterben. Pro Specie Rara stiess damals im Oberwallis auf Schafhalter, die noch den braunen Farbschlag züchteten. Das Walliser Landschaf – oder Roux du Valais – ist ein ausgesprochenes Selbstversorgerschaf. Es ist sehr fruchtbar, genügsam
und widerstandsfähig. Es zeichnet sich durch gute Alpgängigkeit und Standorttreue aus.
Seine Wolle fand früher breite Verwendung zur Herstellung von Kleidern. Die aus ihr gefertigten Strümpfe und Unterwäsche sollen sehr warm, gesund und bei Gelenk- und Rheumapatienten daher beliebt gewesen sein.

Bündner Oberländer Schaf

Bünder Oberländer Schaf

Bünder Oberländer Schaf

Die Wurzeln des Bündner Oberländer Schafes gehen zurück auf das Tavetscher- oder Nalpser-Schaf, das als Nachkomme des steinzeitlichen Torfschafes bekannt wurde. Diese Herkunft widerspiegelt sich in seiner Vitalität und Anpassungsfähigkeit.
Die eher kleinen, robusten Schafe zeigen ausgeprägte Instinkte. Es gibt weisse, braune, schwarze und silbergraue Farbschläge. Ihr Aussehen wird geprägt durch Feingliedrigkeit, feine Gesichtszüge, wenig ausgeprägte Fleischpartien und mischwolliges Vlies. Böcke sind meist behornt, Auen etwas seltener.
Während die Tavetscherschafe ausgestorben sind, versucht der „Verein zur Erhaltung des Bündner Oberländer Schafes” zusammen mit Pro Specie Rara, dem heutigen Bündner Oberländer Schaf eine Zukunft zu geben. Wir hoffen, dass sich weitere Halter für die Zucht dieser edlen Tiere gewinnen lassen.

Flyer Sitzfilz und Informationen zu Schafrassen